Bealtaine // 1. Mai

In unserem Blogbeitrag  Die Wurzeln von Halloween berichteten wir bereits über den keltischen Jahreskreis mit seinen vier wichtigen Festen: Samhain (Beginn der der dunklen Jahreshälfte, „keltisches Neujahr“), Imbolc (Lá Fhéile Bríde, Fruchtbarkeitsfest), Bealtaine (dazu in diesem Beitrag mehr) und Lughnasadh (Herbstbeginn).

Keltischer Jahreskreis
Keltischer Jahreskreis

Bealtaine  (auch Beltane / Beltaine) markiert im keltischen Jahreskreis den Sommerbeginn und den Beginn der hellen Jahreshälfte. Begangen wird dieses Fest in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai. Das moderne Irisch-Gälische Wort für den Monat Mai ist sogar Bealtaine. Im Walisischen Raum ist die Rede von Nos Calan Haf (die Nacht zum Mai) und dem Calan Mai (1. Tag vom Mai) / Calan Haf.


Bräuche rund um den 01. Mai 
  • Blumen: insbesondere im walisischem Raum und während des 19. Jahrhunderts in Irland waren und werden Türen und Häuser mit (gelbblühende) Blumen geschmückt. Dies stellt ein Symbol der Fertilität dar. Außerdem wird so
    gezeigt, dass alles neu wächst und gedeiht.

    • Ähnlich dazu ist hier das Aufstellen des Maibaumes zu erwähnen, dass insbesondere im deutschen und sorbischen Raum Tradition hat.
  • Tanz in den Mai: Während im deutschen Raum weit verbreitet am Abend des 30. Aprils in den Mai getanzt wird, ist auch in Wales das Dawnsio haf (Sommertanz) im Brauchtum des 1. Mais bekannt. Mit dem Tanz in den Mai wird das Frühjahr beziehungsweise der Sommer in moderner Art und Weise begrüßt.
Tanz in den Mai
Tanz in den Mai
  • Kampf zwischen Winter und Sommer: Walisische Männer teilen sich in zwei Gruppen, wobei eine den Winter, die andere den Sommer repräsentiert. In Kostümen aus Zweigen und Naturmaterialien führen sie den Kampf zwischen den beiden Jahreszeiten, wobei der Sommer gewinnt. Am Ende dieses Aktes
    werden der Mai-König und die Mai-Königin gewählt.
  • Walpurgisnacht / Feuer: Der wohl bekannteste Brauch zum 1. Mai ist die Walpurgisnacht und das Feuer. Die Walpurgisnacht kommt ursprünglich daher, dass die Hexen in der Nacht vom 30. April beispielsweise auf dem Blocksberg große Feste abhielten. Das Feuer dient (auch heutzutage) noch dazu die bösen Geister und Hexen zu vertreiben. Im sorbischen Raum ist heute noch vom Hexenbrennen die Rede. Mit dem Feuer werden Hexen, die Unheil über das Vieh bringen (könnten) verjagt und ihre Besen als Beförderungsmittel vernichtet. Bereits einige Tage vor dem 30. April werden für das Hexenbrennen in den sorbischen Dörfern große Haufen errichtet, auf dessen Spitze eine ausgestopfte Hexe kommt, die dann mit verbrannt wird.
Walpurgisnacht + Feuer
Walpurgisnacht + Feuer

Dies war ein kleiner Einblick in die Bräuche rund um den 1. Mai im keltisch, sorbisch und deutschem Raum.  Er zeigt die Ähnlichkeit zwischen den kulturellen Gegebenheiten und vielleicht denkt ihr beim nächsten Tanz in den Mai auch mal an das keltische Frühjahrserwachen, feiert den Beginn des hellen Jahreskreises oder vertreibt die bösen Geister und Hexen, die Unheil bringen könnten!

ERIU Leipzig © 2019

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s