ERIU Leipzigs Jahresrückblick 2017

Fáilte!

Das Jahr geht zu Ende und wir möchten euch in diesem BLOGbeitrag den Jahresrückblick 2017, mit unseren Aktivitäten und Events, präsentieren.

Viel Spaß!

 

März 2017

Irish Week Szczecin 2017

Gemeinsam mit ERIU Leipzig reisten Jenny Beutelmann, Tatiana Chernyshova, Julia Guhl, Aleksandar Jovanović, Yesica Kaufholdt, Kateryna Pikalova, Laura Riedel, Ielyzaveta Walther und Josephine Weichelt (Universität Leipzig) sowie Darlin-Victoria Böhme (Universität Rostock) und Zuzanna Grala (Uniwersytet Szczeciński) im März 2017 zusammen mit Kilian McDonagh und Robert Henneberg von Conradh na Gaeilge Bheirlín sowie Melanie Neumann und Eva Kilian von der Humboldt Universität Berlin zur Irischen Woche nach Szczecin.
Auch in diesem Jahr konnten wir unser Netzwerk bezüglich keltischer – und Minderheitensprachen erweitern und festigen. Eine große Ehre für uns war das Aufeinandertreffen mit seiner Exzellenz, dem irischen Botschafter in Polen, Gerard Keown. Mit ihm, sowie unseren Freunden von Koło Naukowe Celtologii tauschten wir uns über die Beziehungen zwischen Deutschland, Polen und Irland aus, welche auf Basis der irischen Sprache, sowie Kultur erst zustande gekommen waren. Auch wurden über die Geschichte der Iren und Sorben sowie die polnische Küche angeregte Gespräche zwischen ERIU Leipzig und dem Botschafter geführt.

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ERIU Leipzig zu Gast in Szczecin

 


April 2017

Irish Folk Festival in Magdeburg

Im April 2017 war ERIU Leipzig Teil des 9. Irish Folk Festivals in der Festung Mark in Magdeburg. An zwei Tagen begleiteten wir dieses tolle Musikfestival, indem wir den Besuchern mit Rat und Tat, rund um das Thema Irland, die irischen sowie keltischen Sprachen und auch der Kultur, zur Seite standen. Das Ausmalen irischer Motive und Basteln traditioneller St. Brigid Crosses erfreute sich bei den Kindern großer Beliebtheit. Wir freuen uns sehr, dass so viele Leute in Deutschland großes Interesse für die Irische Kultur zeigen. Es ist äußert wichtig Hintergründe und vieles mehr über Minderheitensprachen zu erfahren!

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Unser Stand für euch!

 


Juni 2017

Leipziger Stadtfest 2017

Wie auch in den vergangenen zwei Jahren war ERIU Leipzig auch im Juni 2017 wieder Teil des irischen Dorfes zum Leipziger Stadtfest. An drei Tagen waren wir vor Ort um die Wichtigkeit Leipzigs als Standort für keltische Studien, als auch für die Lehre der irischen sowie anderer Minderheitensprachen wie Sorbisch und Walisisch zu repräsentieren. Studenten der keltischen Studien und Europäischen Minderheitensprachen hatten dabei immer für alle Fragen der interessierten Besucher eine passende Antwort.

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Stadtfest 2017

 


Juli 2017

Michael Collins (Ambasadóir na hÉireann) i Leipzig

Im Juli hatten wir die große Ehre nach zwei Jahre wieder seine Exzellenz, den irischen Botschafter in Deutschland, Michael Collins, in Leipzig herzlich Willkommen heißen zu dürfen. Besonders aktive Studenten und Mitglieder ERIU Leipzigs, welche sich im vergangenem Jahr für uns und die keltischen sowie europäischen Minderheitensprachen deren Erhalt und Verbreitung eingesetzt hatten, erhielten vom Botschafter ERIU Leipzig Zertifikate als Dank. Ein kleines Rahmenprogramm mit irischer Musik und Tanz rundete den Besuch ab.

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Michael Collins in Leipzig

 

 


Oktober 2017

Die Wurzeln von Halloween

SAMHAIN by ERIU Leipzig

Zahlreiche gruselige Gestalten hatten auch in diesem Jahr zu unserer alljährlichen Samhain Party im Oktober gefunden. Eriu Leipzigs persönliches Highlight war der Austausch mit Myra Booth-Cockcroft, die uns mehr über die walisischen Halloweentraditionen und der Noson Calan Gaeaf erzählte.

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Kürbis | Puimcín | Pwmpen

 


November 2017

Welsh Days Szczecin 2017

Auch im November zog es ERIU Leipzig nach Szczecin. Dieses Mal für die Welsh Days. Mit vielen neuen Eindrücken Kontakten und Erkenntnissen, insbesondere zur walisischen Sprache, kehrten wir von einer interessanten Konferenz, mit Prof. George Broderick als Keyspeaker, nach Leipzig zurück.

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ERIU Leipzig zu Gast bei den Welsh Days 2017

 

Ausflug in die Niederlausitz
Ausflug in die Niederlausitz

Zum ersten Mal organisierte ERIU Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sorabistik ein Reihe von wissenschaftlichen und studentischen Vorträgen unter dem Titel: „Sorbischer Frühling“. Der Kurator des wendischen Museums Cottbus und bekannter sorbischer Journalist und Aktivist, Werner Meschkank/Měškank, sprach in Leipzig über die Sorben und Fürst Pückler. Interessante Verbindungen konnten auch hier gefunden werden: Während seiner Reisen nach Irland und Großbritannien verglich der Fürst in seinen Tagebücher die Sprache der sorbischen sowie irischen Bevölkerung (hier gilt natürlich auch die Sprache als Hauptvergleichsobjekt.
Der Professor von der Universität Austin, Texas (USA), Herr Charles Wukash (sorb. Korła Wukaš), Autor der Monographie über die sorbische Geschichte „The Waves against Alien Waves“ sprach über die amerikanische und sorbische Geschichte sowie den Einfluss auf die Gegenwart.
Die Doktorandin, Jeanne Toustous, aus der Bretagne, stellte ihr Projekt über die Mobilisierungen für die Minderheitensprache am Beispiel der Sorben und Bretonen vor. In Rahmen von sprachlicher Ausübung wurde die alte Tradition des sorbichen Stammtisches wiederbelebt. Monatlich wurde in Rahmen des „Sorbischen Frühlings“ ein formlose Versammlung organisiert wo Leipziger Sorben und Lehrnende  in Niedersorbischer/Wendischer Sprache kommunizieren konnten.

Sorbischer Stammtisch im Café Waldi
Sorbischer Stammtisch im Café Waldi

Dr. Hartmut Leipner führte zusätzlich eine Vorlesung über die erneubare Energien in der Niedersorbischen/Wendischen Sprache durch.


 

Unsere Mitglieder waren selbst mehrmals Teilnehmer bei den verschiedensten wissenschaftlichen Konferenzen und anderen Events im Jahr 2017. Wir hoffen sehr, dass  uns das Jahr 2018 noch mehr aktive Mitglieder bringt, sowie tolle Events und Ereignisse sowie ein Zuwachs an Zusammenarbeit für unser Netzwerk der Minderheitensprachen! 🙂 Vielen Dank für eure Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen!

Slán go fóill!

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Tapas, Sushi, Lebkuchen: Der erste Internationale Weihnachtsmarkt an der Dublin City University

Auch im Wintersemester 2017/18 befinden sich StudentInnen der Universität Leipzig (ERIU Leipzig Mitglieder) in Irland zu einem ERASMUS Aufenthalt. In diesem BLOGbeitrag erfahrt ihr mehr über einen internationalen Weihnachtsmarkt an der DCU.


 

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Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Schon seit Beginn des Semesters wurden im LanguaCulture Space der Dublin City University – im Rahmen des Intercultural Ambassador Programms – Pläne für einen Weihnachtsmarkt auf dem Campus geschmiedet.

Bildschirmfoto 2017-12-24 um 14.02.35Wir hatten schon bei den Vorbereitungen viel Freude, ganz besonders beim Plätzchenbacken! Natürlich gab es auf dem Markt auch Lebkuchen, Spekulatius und Stollen – und selbstgemachten Glühwein und Kinderpunsch. Köstlich waren auch die anderen Speisen und Getränke: Tapas, Sushi, heiße Suppen, Crêpes, Kuchen und andere Süßigkeiten, dazu Tee, Sake, Irish Coffee mit Whiskey und vieles mehr. Kerzen, Lichterketten und Musik zauberten eine weihnachtliche Atmosphäre… Es war ein wahres Fest!

Der Erlös aus dem Verkauf unserer Köstlichkeiten geht an FOCUS Ireland, eine Organisation, die Obdachlosen hilft. Studenten der DCU machten in diesem Semester unter anderem durch Spendenaktionen und Sleep-outs darauf aufmerksam, dass Obdachlosigkeit hier in Dublin ein riesiges Problem ist.

Dadurch konnten wir auch etwas zurückgeben und unseren Dank ausdrücken für die wundervolle Gelegenheit in Irland studieren zu können.

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Zu dem internationalen LanguaCulture Space Team gehörten auch drei Studentinnen von der Universität Leipzig, für die das Auslandssemester in Irland eine großartige Erfahrung und wertvolle Bereicherung für ihre Studien im B.A. Translation und dem Fach Keltische Studien bedeutet.

Ganz besonders freut es uns, dass die Idee mit dem Weihnachtsmarkt so erfolgreich war. Es gibt bereits Pläne für den nächsten Internationalen Weihnachtsmarkt im kommenden Jahr…

* Frohe Weihnachten * Nollaig Shona daoibh * Bon nadal * Nadolig Llawen * Nollaig Chridheil *

Venja Kühlwetter © ERIU Leipzig 2017

Die Wurzeln von Halloween

Halloween ist ein beliebtes Fest, insbesondere bei Kindern, welches am 31. Oktober (in der Nacht zum 01. November) gefeiert wird. Überall findet man Kostüme, Süßigkeiten und Dekoartikel wie Kürbisse und Geister. 
Das Wort Halloween wurde von dem Wort „All Hallows’ Eve“ (Der Abend vor Allerheiligen) abgeleitet.

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Kürbis | Puimcín | Pwmpen

Viele sind davon überzeugt, dass Halloween aus Amerika kommt. Dies ist jedoch ein Irrglaube, denn tatsächlich kommt dieses Fest aus der keltischen Welt – von den Iren und Walisern.

SAMHAIN

(= November, wörtlich übersetzt)

Für die Iren und Kelten ist Samhain eines der vier wichtigen Feste im Jahresablauf.

ERIU Leipzig © 2017
Der keltische Jahreskreis

Zelebriert wurde damit, ebenfalls in der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November, das Ende das alten und der Beginn des neuen Jahres – sozusagen das keltische Silvester. Der Abend des 31. Oktobers wird im irischen als „Oíche Shamhna“ bezeichnet. Mit ihm beginnt die dunkle Jahreshälfte und steht damit der hellen gegenüber, die am 01. Mai mit Beltane beginnt.

NOS CALAN GAEAF

(= Nacht des Winteranfangs)

In Wales feiert man in besagter Nacht die Ernte und bedankt sich für diese. Desweiteren wünscht man sich einen guten Winter. Die Begrifflichkeit der „Nacht“ stammt aus der keltischen Tradition. Zeit wird dort nämlich nicht von Tag zu Tag, sondern von Nacht zu Nacht gezählt. Daraus leitet sich beispielsweise auch das walisische Wort für Woche ab: Wythnos (8 Nächte).

DIE ANDERE WELT

Zu Samhain und während der Nos Calan Gaeaf ist die Grenze zwischen unserer und der anderen Welt* besonders durchlässig und gering. Dies macht es möglich außerhalb des Hauses auf Wesen der anderen Welt zu treffen. Eine Begegnung zwischen Leben und Tot steht demnach in dieser Nacht im Fokus.

* Die Andere Welt: Heimat und Wohnraum mystischer Wesen wie Kobolde und Feen, in der keltischen Mythologie.

BRÄUCHE UND ABERGLAUBE

Sowohl in Irland als auch in Wales gibt es zu Samhain | Nos Calan Gaeaf viele (ähnliche) Bräuche und Traditionen. Feuer und Äpfel spielen dabei eine wichtige Rolle.

Feuer
Zu Samhain werden Feuer auf Hügeln entzündet, welche die Sonne symbolisieren. Sie sollen vor der kommenden Winterkälte schützen, besitzen jedoch auch eine reinigende Wirkung. Während der Nos Calan Gaeaf werden große Lagerfeuer (coelcerth) entfacht. Ähnlich zur Walpurgisnacht tanzt man um diese herum. Desweiteren schreibt man seinen Namen auf einen Stein und legt diese Steine um das Feuer herum. Sobald das Feuer beginnt zu erlöschen, sollte man sich schnellstmöglich auf den Heimweg begeben. Tut man dies nicht, wird man vom Hwch Ddu Cwta* geschnappt.

Adref, adref
Walisischer Kinderreim
* Hwch Ddu Cwta: eine schwanzlose Sau in Begleitung einer kopflosen Frau.

Am nächsten Morgen kehrt man zum Lagerfeuer zurück. Derjenige, dessen Namensstein nicht mehr aufzufinden ist, wird im kommenden Jahr sterben.

Äpfel
Die Waliser übernahmen die Tradition des Apfelfischens, welche aus der Zeit der römischen Invasion stammt.

Apfelfischen
Apfelfischen

 Für Samhain gibt es mehrere Bräuche mit Äpfeln. Einer ist wie folgt: Man nehme einen Apfel und schäle ihn an einem Stück, sodass die Schale nicht in mehrere Teile geteilt wird. Nun nehme man die Apfelschale und werfe sie über die Schulter. Das daraus ergebene Bild zeigt den Anfangsbuchstaben des zukünftigen (Ehe)partners.

Apfelschalenwerfen
Irischer Apfelbrauch

 Oíche Shamhna hat also nicht nur den Aspekt der Toten, sondern auch von zukunftsweisenden Visionen.

Halloween hat also viel tiefere Wurzeln, als man so erahnen kann. Viele Aspekte lassen durchblicken, warum Halloween zu dem geworden ist, was es heute für die meisten bedeutet und ist.

ERIU Leipzig © 2017

Josephine Weichelt | Myra Booth- Cockcroft

Buchtipp: Symbole der Kelten, Sabine Heinz (Schimer Verlag, 1997 Darmstadt)

Michael Collins (Ambasadóir na hÉireann) i Leipzig

Tháinig Michael Collins (Ambasadóir na hÉireann) go Leipzig 12 Iúil 2017. D’fháiltíomar roimh Michael Collins sa leabharlann „Albertina“. Phléigh scoláirí Ceiltise agus na Gaeilge agus „Sorbian“ agus „European Minority Languages“ leis an t-ambasadóir. Thug Michael Collins deimhnithe go scoláirí ghníomhacha agus tacadóirí le ERIU Leipzig. Sheinn „Irish Folk in Leipzig“ ceol traidisiúnta. Bhí Sarah Jost ag damhsa rince Gaelach. Thug Michael Seiler caint faoi „popular culture and Celticity“.

Buíochas ar leith ambasáid na hÉireann agus tacadóirí le ERIU Leipzig do bliain acadúil 2016/17. Tá muid tógtha faoi cuairt seo chugainn agus an bhliain acadúil 2017/18.

 

Seine Exzellenz der irische Botschafter in Deutschland, Michael Collins, besuchte am 12.07.2017 Leipzig. ERIU Leipzig hieß ihn in der Universitätsbibliothek „Albertina“ herzlich willkommen. Studenten der irischen und keltischen Studien sowie der Sorabistik und Europäische Minderheitensprachen waren anwesend tauschten sich mit ihm über die verschiedensten Themen aus. An besonders aktive Studenten und auch Unterstützer ERIU Leipzigs wurde ein Zertifikat überreicht. Irish Folk in Leipzig untermalte das Treffen musikalisch mit traditionell irischer Musik. Sarah Jost bot einen Einblick in Irish Dance. Michael Seiler sprach über populäre Kulturen und „Celticity“.

Wir bedanken und bei der irischen Botschaft sowie unseren Studenten und Unterstützern für das akademische Jahr 2016/17 und freuen uns auf den nächsten Besuch des Botschafters und auf das kommende Semester.

 

His Excellency the Ambassador of Ireland in Germany, Michael Collins, came to Leipzig on 12th of July 2017 and he was welcomed by ERIU Leipzig at „Albertina“ the library of Leipzigs University. Students of Irish and Celtic studies as well as Sorbian studies and European Minority Languages attended the event and discussed with the Ambassador about different topics. Students who supported ERIU Leipzig a lot during the last Academic Year as well as our other partners received a certificate for their support and help. Irish Folk in Leipzig played some traditional Irish music and Sarah Jost presented some Irish Dance. Michael Seiler talked about popular culture and Celticity.

We want to thank the Irish Embassy and our students for your support during the Academic Year 2016/17 and are delighted for the next visit of the Ambassador and the upcomming semester.

 

Josephine Weichelt

ERIU Leipzig © 2017

Leipziger Stadtfest 2017

Thugamar taciocht do „Leipziger Stadtfest“ i 2017 freisin. Thairgeamar gníomhaíochtaí éagsúla:

  • Freagraí ar ceisteanna faoin Gaeilge, Éire agus cúrsaí Gaeilge agus miontheangacha san Ollscoil Leipzig
  • Ag péinteáil agus ag deanamh ceardaíocht lena páistí
  • Tastercourse as Gaeilge
  • agus tuilleadh lena chois …

Thaitin an deireadh seachtaine linn ge léir.

Auch 2017 unterstützten wir das Leipziger Stadtfest. Wir boten die verschiedenste Aktivitäten an:

  • Beantwortung von Fragen zur irischen Sprache, Irland und das Studium der Minderheitensprachen an der Universität Leipzig
  • Malen und Basteln mit den Kindern
  • Irischer Schnupperkurs
  • und vieles mehr …

Wir genossen das Wochenende sehr.

We supported the Leipziger Stadtfest again in 2017. ERIU Leipzig offered different activities:

  • Responses to questions regarding Irish, Ireland and study Minority Languages at Leipzig University
  • Painting and handicraft works with the children
  • Irish Tastercourse
  • and many more besides …

We really enjoyed the weekend.

 

ERIU Leipzig © 2017

Irish Week Szczecin 2017

What happens in Szczecin stays in Szczecin…
or how ERIU Leipzig went to Irish Week’17

Nobody could possibly object to the fact that the celebration of Irish culture and language is a great way to spend one’s semester break, and that includes me. Not once did I ever regret making the decision to attend ‘Irish Week 2017’ in Szczecin.

Seachtain na Gaeilge, or Irish Week, is an annual international festival aimed for networking between Germany, Ireland and Poland. The conference this year, took place from 21st to 24th of March, offered interesting discussions on the latest in Celtic Studies within the academic sessions, a meeting with the Irish Ambassador to Poland and cultural evenings encouraging Irish customs and traditions by the masses.

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ERIU Leipzig, Conradh na Gaeilge Bheirlín and Gerard Keown

We spent half of the first day at the Academic Session organized by Koło Naukowe Celtologii listening to different lectures, including an enthralling presentation by Prof. Dr. Broderick about preaspiration in Scottish Gaelic, Melanie Neumann’s researches about Recent Irish migration to Berlin, and many others. I also had the honour to present one of my favourite books Brooklyn by modern Irish novelist, Colm Tóibín.

For the rest of the day, the ERIU Team was discovering the beauty of Szczecin city

In the evening, we listened to Irish music and danced in a pub together with our friends from the University of Szczecin and the Ambassador of Ireland. Such a lovely céilí!

On the second day there was no chance to relax it was just as intensive as the first. We had the opportunity to listen to very interesting presentations of Conradh na Gaeilge Bheirlín by Kilian and Robert. It was really interesting to get some new information on bilingual education, particularly in Ireland, as this topic is close to me and my educational experience.

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During the conference

The highlight of the whole Week, however, was the lecture by his Excellency the Ambassador of Ireland in Poland, Gerard Keown. His impressive speech about Ireland increased my expectation for acquaintance with this wonderful northern island!

The rest of the time we spent walking through the city, enjoying the spare time with our Polish colleagues and crowned the evening with some delicious food and strange-coloured (green :D) beer in Taverna Cutty Sark – one of the places to visit in Szczecin.

Well, I could go into details and continue to tell you, my dear reader, what an incredible time we had there, but it’s impossible to explain. The taste of Pasztecik szczeciński from the oldest bar in Szczecin…

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Pasztecik szczeciński

The breathtaking view of the city from the tower of the Cathedral Basilica of St. James the Apostle, the largest church in Pomerania

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The sadness of saying goodbye to your friends and the best tour-guides ever….

… and all the unforgettable moments and emotions with the help of a few words!

So, next time, join Eriu – Entertainment Research Intercultural Union and experience the joy of meeting new people, new countries, new cultures and new traditions! See you!

Feicfidh mé níos déanaí thú!
До нових зустрічей
!

Kateryna Pikalova, Universität Leipzig


Auch in diesem Jahr hieß es im März wieder „Ticket und Hostel buchen, Koffer packen, auf geht es nach Stettin“. Vom 21. März bis 24. März war ich mit ERIU Leipzig zu Besuch an der Universität Szczecin zur 6.  Irischen Woche.

Dia dhuit! Ich bin Darlin und ich studiere Soziologie an der Universität Rostock. Ich war in diesem Jahre das zweite Mal mit in Szczecin und es war wieder ein wunderschönes Erlebnis. Wir haben alte Freunde getroffen und konnten viele neue Freundschaften schließen.

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Unterwegs in Szczecin

Die Universität Szczecin organisierte ein umfangreiches Programm zu Minderheitensprachen mit dem Schwerpunkt Irland, der irischen Sprache und Kultur. So sprach zum Beispiel Prof. Dr. George Broderick von der Universität Mannheim über „Preaspiration in Scottisch Gaelic“

Höhepunkt der Accademic Session war ein Vortrag des irischen Botschafters in Polen, Gerard Keown. Er sprach über „The global Island – Ireland´s Place in the Changing World“.

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Vortrag seiner Exzellenz, dem Botschafter Irlands in Polen, Herr Gerard Keown

Neben all den interessanten und spannenden Vorträgen blieb natürlich auch ein bisschen Zeit für Land und Leute in Szczecin.

Daniel führte uns deutschen Studenten mit einer Sightseeing Tour durch die Stadt. Von einem Spaziergang durch einen der vielen Parks in Szczecin, über den Hafen bis hin zur Kathedrale – mit einem unglaublichen rundum Blick über die gesamte Stadt.

Und natürlich durfte auch nicht die traditionelle irische Pubkultur fehlen. Wir beendeten die Tage der irischen Woche traditionell in einem der vielen Pubs in Szczecin. Wir sangen gemeinsam irische (Volks-)lieder und tanzten irische Volkstänze. Es war wie immer der krönende Abschluss des Tages.

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Céilí im PUB

Ich möchte mich bei allen Teilnehmern der irischen Woche für eine wunderbare Zeit in Stettin bedanken. Mit vielen neuen Eindrücken ging es für mich zurück nach Rostock.

Slán go fóill!

Darlin-Victoria Böhme, Universität Rostock


Studentske towarstwo ERIU Lipsk je so wobdźěliło na wulěće do
Szczecina w Pólskej na “Irish week”. Dwaj dnjej so wotměwachu
zarjadowanja, kotrež organizowachu doktorandojo, kiž so z iršćinu a
druhimi małymi europskimi rěčemi zaběraja. My jako studenća Uniwersity w Lipsku mějachmy móžnosć přednošk keltologa a rěčespytnika profesora Brodericka a tež přednoški młodych akademikarjow słyšeć. W běhu dnja sej tohorunja Szczecin wobhladachmy: stare město a zajimawostki tutoho za šokolodu a starym duchom socializma wonjaceho Szczecina, kiž leži nad rěku Wódru. Pomałku je Szczecin so stał z modernym europskim městom, kotrež ma jara bohate stawizny a architekturu;  hišće budźemy widźeć, hač wono so tež tak rjenje wuwije kaž studentaj, kotrajž  běštaj za nas zamołwitaj, studentaj Szczecinskeje uniwersity Pawoł a Daniel.

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Wonaj studentam z Lipska a z Berlina při wšěm k pomocy stejaštaj a předstajištaj swoje město jako wulkotnaj hosćićelej. Za to jimaj prajimy wutrobny dźak! ERIU a studenća Uniwersity w Szczecinje tohorunja mějachu móžnosć wo serbšćinje, iršćinje a druhich rěčach porěčeć, piwo pić a rejować irske reje z wulkopósłancom Irskeje w   Pólskej, knjezom Gerardom Keownom, kiž poda prezentaciju wo situaciji w Sewjernej Irskej a BREXITu.

Aleksandar Jovanovic, Universität Leipzig


Our authors | Unsere Autoren

ERIU Leipzig © 2017

Cymru – Lle hyfrytaf yn y byd!

Od roku uczę się języka walijskiego i od kiedy zaczęłam, zawsze marzyłam, żeby wybrać się do Walii. Zdecydowałam się wykorzystać tydzień ferii na Uniwersytecie Szczecińskim (11.02.2017 – 18.02.2017), poprosiłam przyjaciół z Aberystwyth o pomoc w organizacji i pojechałam.

Zanim jednak dotarłam do Aberystwyth, postanowiłam spędzić jeden dzień w Cardiff. Miałam szczęście, ponieważ moja gospodyni w Cardiff, oprócz języka francuskiego, którym chwaliła się na portalu Airbnb, mówiła również po walijsku. Spędziłyśmy uroczy wieczór na rozmowie po walijsku i na podjadaniu ciasteczek walijskich, które przywiozłam ze sobą.

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Roedd y dydd nesaf yn hir iawn i fi. Rhoais i fy mag mewn gwesty yn agos at yr afon Taf a wedyn es i i weld Amgueddfa Werin y Cymry yn St. Ffagan. Mae’r lle tipyn bach i ffwrdd o Gaerdydd ond mae’n werth ei weld. Mae’n llawn o hen dai oedd wedi cael ei dinistrio rhywle arall yng Nghymru ag ail-adeiladu yn St. Ffagan. Yn y lle mae dwy siop lle mae’r cyflogedigion yn siarad Cymraeg, felly prynais i fy losindant a chacen gri gan siarad Cymraeg. Yn anffodus, ches i ddim cyfle pellach i’w siarad hi eto yng nghanol Caerdydd.

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Ar ôl i fi gael holl ddiwrnod o grwydro o gwmpas y brifddinas, es i i Aberystwyth i weld fy ffrindiau Robin a Stephen. Roeddan nhw’n groesawgar a charedig iawn. Y noson gyntaf aethon ni i dafarn lle clywson ni gerddoriaeth fyw…. wyddeleg. Yn y bore es i i grwydro o gwmpas y dref, ar ôl i Stephen ddweud wrtha fi am rai o lefydd diddorol i’w gweld. Roedd y traeth yn hyfryd, gyda thonnau bach y Môr yn sibrwd yn dawel iawn. Welais i’r castell, yr eglwys gadeiriol a rhan o’r Brifysgol oedd ar agor. Wedyn es i i weld Craig – glais ond er gwaetha ces i gyfle i dynnu lluniau arbennig o Abersytwyth, welais i mo Eryri oherwydd oedd hi’n niwlog. Ar ôl i mi drio dod o hyd i’r llefydd o “Y Gwyll” (methais), ces i ginio efo Robin Farrar a wedyn coffi efo Meic Birtwistle. Wnaeth e i fi fynd i weld swyddfa Cymdeithas yr Iaith Gymraeg (“Ti’n aelod nawr, rhaid i ti fynd i weld ble mae popeth yn mynd ymlaen”). Ond y peth mwyaf prydferth y diwrnod ‘na oedd y machlud ar y traeth. Syrthiais mewn cariad efo’r lle yn syth a nawr dw i’n gwybod beth yw hiraeth.

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This was not the end of my adventures, I guess it was just the beginning. The next day I went with Robin to see some parts of the Northern Wales. It was supposed to be just a trip to Caernarfon. However, it was not Caernarfon that stole my heart – it was the Dolbadarn castle and its surroundings. Especially the road to the place was incredibly beautiful. Those mountains and fields, and lakes, and forests, and sheep, and small towns by the road… Wales made me speechless that day.

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Also that day I proudly bought my train ticket to Machynlleth, ordered food and drink in Caernarfon, bought some books and ordered a drink – in Welsh! What a feeling! The final adventure – Robin was kind enough to take me to Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllantysiliogogogoch. Because every tourist visiting Wales needs a picture from there 😉

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Na czwartek, dzięki ogromnej uprzejmości Meica, udało się umówić niesamowitą wizytę. Pojechaliśmy z Meic’iem do Llanerfyl, do domu Siân James, słynnej walijskiej śpiewaczki, harfistki i dyrygentki. Siân to przemiła i bardzo ciepła osoba, cudownie się z nią rozmawiało o muzyce, o nauce języka, o różnych ciekawostkach, dotyczących tamtejszej kultury i sztuki. Na koniec wizyty pojechaliśmy do miejsca, gdzie Siân dawała lekcje gry na harfie (jej uczennica ma ponad 70 lat!) i tam miałam okazję posłuchać jej przepięknej gry i śpiewu, które na zawsze zostaną w mojej pamięci. I chociaż odjechałam stamtąd obdarowana aż trzema jej płytami, to najważniejsza była możliwość spotkania tak wspaniałej osoby.

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Daeth y diwrnod olaf o fy aros yng Nghymru. Roedd rhaid i mi ddweud ffarwel i Aberyswyth. Prynais cofroddion (gan siarad Cymraeg wrth gwrs), ces i ginio efo Robin eto, dwedais ffarwel iddo ag es i i Fyrmingham.

There are things we never forget and I shall never, ever forget my first trip to Wales. Diolch yn fawr iawn to all those people who made my stay so lovely. And Wales – even if it rains and the wind blows hard, there is no other place in the world that is so beautiful.

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Kasia Labuhn © ERIU Leipzig 2017

 

Welsh Days in Szczecin 2o16

Welsh Days took place in Szczecin in November 2o16.
Tatiana Chernyshova who joined ERIU Leipzigs Trip shares her thoughts:
„To take part in Welsh Days was a very spontaneous decision for me!“

Dzień dobry!
Prynhawn da!

To take part in Welsh days was a very spontaneous decision for me. I`ve met ERIU Leipzig at Samhain (Irish Halloween) party and found out, that there is a Welsh learning group.  I am fond of culture and language of all the Nations of British Isles, and I was excited to get the invitation to go to Poland for Welsh Days. I`ve made a right decision – firstly, Szczecin is a very beautiful city. Though the nature has its irony – we spend three days there and the weather was bad all the time except the conference day…

eriu_sabine_meic_gast_szczecinNevertheless, we had a very warm welcome and the rain didn`t bother us at all. Polish students Paweł, Daniel and Marta showed us the historical center and told us about a lot about their city. I should thank our teams from both sides – Leipzig and Szczecin.
The trip was very well organized and we are grateful to those, who have enough enthusiasm to put such events into practice.

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Dr. hab. hab. Sabine Asmus

Secondly, we met many characterful people who are very passionate about minority
languages. They inspired me to learn Welsh and I hope to meet them again. Everyone was
very friendly and responsive. We could listen not only to people who are very interested in the subject, but also native speakers. I found out a lot if useful facts about the language and it was a good start for learning Welsh. Dr. hab. hab. Sabine Asmus gave an fascinated talk about the role of colours in old Celtic languages.

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Meic Birtwistle

Welsh journalist Meic Birtwistle and Welsh campaigner of Jeremy Corbyn in Wales talked about the modern political situation in Wales. We analyzed the Welsh poem with dr Aled Llion Jones from the Welsh Department of the University of Bangor. We talked about an old classical Welsh meter poetry and even tried to write our own poetry in this style. It was difficult for me, because „cynghanedd“ ( in Welsh: harmony) is not about a vowel rhyme, but about the sound-arrangement of consonants, also stress and alliteration play a huge role.

Of course it wasn`t always about the study, as every student we wanted to have fun. We visited pubs, took part at the quiz about Wales, talked about movies, music and hobbies. The language is quite a challengeable to learn. It`s unusual, weird and isn`t similar to any
«popular» one. But that`s what make it interesting and worth learning – to keep the language alive. There are so many songs, poetry, and heritage,  which we can found out from learning.

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Tatiana Chernyshova

After the Szczecin trip i joined to Welsh learners group, organized through ERIU Leipzig.
This week we are going to have exam, it means I can already talk to you about daily routine like weather, food, your names or hobbies.
Da iawn! We are again on our way to Szczecin for the Irish Days in March 21-24! I am looking forward to see old friends, and to meet new ones and to learn more about Ireland.
You don`t have to be an expert in the language to love it. ☺

Do widzenia!
Pob hwyl!

Tatiana Chernyshova © ERIU Leipzig 2o17

Auf der Suche nach irischen Einhörnern – Irisch lernen in Oideas Gael

„Tá sé a lán caoraigh i nGleann Cholm Cille.” (In Gleann Cholm Cille gibt es viele Schafe.) Das war einer der ersten Sätze, den wir im Unterricht in Gleann Cholm Cille gelernt haben. Die Aufgabe – beschreibe deinen ersten Eindruck von GCC.

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Die Ankunft – von Dublin zu Schafen

Diesen Sommer war ich, dank eines Stipendiums, eine Woche in der Sprachschule Oideas Gael, um Irisch zu lernen und mit etwas Glück ein paar irische Einhörner (= irisch Muttersprachler) aufzutreiben. Da GCC etwas abgelegen ist, habe ich zuerst ein paar Tage in Baile Átha Cliath (Dublin) verbracht – der Unterschied könnte nicht größer sein. Am Samstag Morgen ging es von BAC aus los nach Dun na nGall (Donegal). Zuerst gab es richtige Autobahnen und einen großen Bus. Nach den ersten zwei Stunden Fahrt wurde unser Bus mit einem anderen zusammengelegt, da in beiden Bussen nur noch sehr wenige Fahrgäste übrig waren. Auch die Straßen wurden spürbar kleiner und uns kamen immer weniger Autos entgegen. Der Bus, der dann von Dun na nGall aus nach GCC fuhr, war nur noch halb so groß. Nach der Hälfte der Strecke, in Na Cealla Beaga (Killybegs), mussten wir allerdings wieder aussteigen und der Bus wurde wieder eine Nummer kleiner. Nach ein bisschen Stauraumtetris konnte der Busfahrer aber doch noch die letzten drei Koffer der Sprachschüler unterbringen. Sonst war keiner mehr unterwegs. Ab Na Cealla Beaga kamen uns auf der Straße dann hauptsächlich Schafe entgegen. In GCC angekommen, wurden wir auf Gastfamilien bzw. die Selbstversorgungshäuser verteilt. Alle Läden (alle beide) waren natürlich schon zu und Abendessen gab es nur, wenn man daran gedacht hatte in Dun na nGall etwas mitzunehmen.

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Der Sprachkurs – sogar Irisch kann man lernen!

Am ersten Tag musste ich mich selbst in einen Kurs einsortieren. Nach der Einweisung auf Irisch (von der ich in etwa „Hallo“ verstanden hatte), habe ich mich sehr optimistisch in Rang a trí (Level 3) einsortiert. Schließlich wollte ich auch etwas lernen! Nach der ersten Stunde nicken und lächeln war ich gerade auf dem Weg nach vorne, um Feena, unserer Lehrerin, mitzuteilen, dass ich nach unten wechsele, als sie meinte: „Du schaffst das schon.“ Am Ende hatte sie recht, aber die ersten Tage waren sehr anstrengend. Am ersten Tag beschränkte sich der Unterricht im Wesentlichen auf exakt die Fragen, die ich aus dem Buch schon kannte (Wie heißt du? Woher kommst du?). Ab dem zweiten Tag wurden die Themen allerdings kreativer (Was hast du heute zum Frühstück gegessen? Was magst du an GCC?) und die Standardantworten aus dem Buch reichten leider nicht mehr aus. Nach einem kurzen Moment der Panik, warum nochmal hatte ich mich direkt neben die Lehrerin gesetzt??, ging es glücklicherweise doch gegen den Uhrzeigersinn los und in den 5 Minuten, bis ich dran war, konnte ich nochmal überlegen, was eigentlich Brot, Butter, Ei und Marmelade heißt. Und wie man einen Satz bildet. Es ist schon ein tolles Gefühl den ersten, richtigen, eigenen Satz auf Irisch gesagt zu haben! Der Unterricht lief im Wesentlichen komplett auf Irisch. Ab und zu erklärte uns Feena Grammatik und bestimmte Satzstrukturen auf Englisch, aber erst wenn wir nach dem dritten Versuch auf Irisch immer noch nichts verstanden hatten. In den ersten Tagen also etwas häufiger. Glücklicherweise gab es zwischen den Stunden regelmäßig Pausen, in denen wir entspannt Englisch reden konnten. Nur die Übermotivierten und Muttersprachler im Auffrischungskurs (und natürlich die Lehrer) haben konsequent Irisch geredet. Ab dem dritten Tag konnte ich mein Getränk in der Pause korrekt auf Irisch bestellen – und das ganz ohne Vokabelblatt! Und am vierten Tag konnte ich drei Fragen von Feena einfach so hintereinander beantworten, ohne nachzufragen! Bei der vierten bin ich dann leider gescheitert, trotz mehrfacher Umformulierung und Teilübersetzung. Trotzdem konnten wir uns fast unterhalten. Man muss sich über die kleinen Dinge freuen!

Nach dem Unterricht gab es eine Pause zur Erholung (sehr notwendig) und zum Abendessen, bevor das kulturelle Abendprogramm startete. Das Programm war jeden Tag anders, von Tanzen über Singen zu Poesie war alles dabei. Glücklicherweise waren auch die Anfänger immer dabei, weshalb alles auf Irisch erzählt und dann noch übersetzt wurde. Wer nach 5 intensiven Stunden Irisch pro Tag genug hatte (oder eventuell noch leichte Verständnisprobleme hatte), konnte also trotzdem gut mitmachen. Danach ging die Gruppe im Normalfall geschlossen in einen der beiden Pubs, was ich wegen der Anstrengung allerdings erst am dritten Tag mitbekommen habe. Jeden Abend spielte eine andere Gruppe live typische irische Musik und die musikalisch Begabten konnten sich problemlos mit einbringen.

Die Zeit nach der Sprachschule

Aber in Gleann Cholm Cille gibt es nicht nur Schafe und Unterricht! Neben der Sprachschule, dem wunderschönen Strand und einigen Menschen gibt es auch zwei Pubs (die allerdings nur zur Sprachschulsaison durchgehend geöffnet sind) und zwei Läden. Bis zwei Tage vor meiner Ankunft gab es sogar noch eine Post, aber leider ist der Angestellte dann in Rente gegangen. Es gibt einige interessante Orte, die man zu Fuß erreichen kann, zum Beispiel die Kirche, den ehemaligen Wachturm oder den Aussichtspunkt auf dem Hügel. Eine Attraktion, die viele Touristen anlockt, ist An Cláchán (The Folk Village). Dort ist in fünf Häusern ein traditionelles Dorf nachgebaut.

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Wenn, wie dieses Jahr, das Wetter wunderschön ist, empfiehlt es sich sich mit Iren anzufreunden – die haben im Normalfall ein Auto dabei und nehmen gern andere mit auf Ausflüge in die traumhafte Umgebung. Neben Stränden und natürlich ganz vielen unterschiedlichen Schafen ist auch Sliabh Liag (Slieve League) in einer halben Stunde erreichbar. Das sind eine der höchsten Klippen in Europa und der Ausblick ist beeindruckend. Auf dem Weg dahin kommt man noch an einigen anderen schönen Orten vorbei, wie dem Fischerort Tealinn. Bei ruhiger See kann man von dort aus mit dem Boot nach Sliabh Liag fahren und die Klippen von unten anschauen.

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Wer Geld abheben möchte, muss dafür nach Na Cealla Beaga oder direkt nach Dun na nGall fahren. Glücklicherweise habe ich diese Information noch 10 Minuten vor Abfahrt des Busses in Donegal bekommen und konnte noch schnell zum Geldautomaten rennen. Man kann zwar mal eben mit dem Bus eine halbe Stunde nach Na Cealla Beaga fahren, aber der fährt mit viel Glück zweimal täglich.

Insgesamt kann ich sowohl den Sprachkurs, als auch ihn in GCC zu machen, nur empfehlen. Die im Unterricht gelernten Vokabeln und Grammatik sind eine gute Basis, um dann endlich sprechen zu lernen. Feena zumindest war absolut gnadenlos (erstaunlicherweise auf sehr freundliche und positive Art) und hat uns gezwungen alles immer auf Irisch zu sagen und alle Fragen auch zu beantworten – das hat es sogar den Schüchternsten unter uns unmöglich gemacht sich zu verstecken und zumindest mein Irisch hat sich in dieser einen Woche extrem verbessert. Auch die anderen Lehrer waren immer motivierend, freundlich und kompetent. Auch die ruhige Umgebung hilft, um sich nach dem Unterricht etwas zu erholen und die Eindrücke besser zu verarbeiten. Es ist sehr entspannend einer Herde Schafe beim Grasen zuzusehen. Ich habe tatsächlich auch drei irische Einhörner kennengelernt, allerdings sind sie momentan noch etwas scheu. Die Woche hat mich so beeindruckt, dass ich mich selbst mit mehreren Monaten Abstand noch nicht kurz fassen kann. Wenn ihr die Gelegenheit bekommt mit einem Stipendium nach Irland zu fahren, nutzt sie! Es lohnt sich! Nächsten Sommer werde ich auf jeden Fall versuchen wieder hinzufahren. Die schönsten Fotos der Umgebung habe ich in diesem Video zusammengestellt. [https://www.youtube.com/watch?v=jNgP3SG6lpg]

Sarah Jost (c) ERIU Leipzig 2016

 

Meic Birtwistle’s visit in Leipzig

Joies i’n fawr y cyfle i siarad Cymraeg â’r criw o fyfyrwyr sy’n astudio’r iaith yn Leipzig. Hyfryd oedd ei chlywed hi ymhlith yr holl ieithoedd eraill sy’n llanw adeiladau’r Brifysgol fywiog yna – gan gynnwys, wrth gwrs, y Sorbeg. Braf bydde cael dod nȏl i’r ddinas hardd honna- gan barhau â’m hymweliadau â’u hamgueddfeydd di-ri! Edrych ymlaen yn fawr i weld rhai ohonoch chi draw yng Nghymru’n fuan iawn.


I felt incredibly privileged to be able to lecture on my recent book ‚Rhyfelgan‘ on the Welsh language songs of the Great War. It was an opportunity to expose the xenophobia which had marked the First World War from a Welsh perspective. But also it gave the chance to emphasise that progressive voices  were raised in Wales too- sometimes in song- in opposition to that bloody madness that engulfed the world.

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Meic Birtwistle presenting his book „Rhyfelgan“

I was very pleased to be invited to meet  Heiko Kosel (sorb. Hajko Kozel)  at the „Sächsischer Landtag“. It was great to be able to share information on the relative situations of Welsh, Saxon and Sorb politics….though  there was jealousy on my part that the Landtag of Saxony has over double the elected representatives of the Welsh Assembly’s insufficient 60. Though the very small number of Sorb speakers in the Landtag was a sad discovery.

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Dr. Patrick McCafferty und Meic Birtwistle

Having intended to work on my German in Leipzig I discovered myself lodging with Patrick Mc Cafferty (Irish Pádraig Mac Eachmharcaigh) ..so that our main language of communication became Irish. Although my limited Irish was rusty, fortunately as Patrick came from Donegal I was familiar with his dialect having attended the fantastic course with Oideas Gael in Gleann Cholm Cille. (My tip: Go there if you can!) My Irish has been considerably refreshed! Padraig helped introduce me to new social aspects of German life eg  a visit to his allotment and long discussions with his neighbours there!

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Meic Birtwistle visiting the Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

The excellent food…and especially the chance to revive oneself with Glühwein in the frosty weather was particularly appealing!
Diolch yn enwedig am hynny Liza! The most striking experience from my trip must be the Völkerschlachtdenkmal. I was totally awestruck by the images used in the creation of such an incredible monument. The use of history and commemoration by various regimes and movements chimed perfectly with my recent work on culture in the last hundred years of world history. (But Museum der bildenden Künste Leipzig,Stadtgeschichtliches and Zeitgeschichtliches Forum Leipzig offered a mouthwatering museum crawl to me also.)

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Meic Birtwistle in front of Altes Rathaus Leipzig

I can only hope that my musings on Britain in the wake of the Brexit vote have been of some help. I thoroughly enjoyed the opportunity to express my thoughts on Welsh politics, society and culture  to your wonderful department. The myriad of different nationalities and languages represented there was an eye opener. Exciting especially to meet my first Tartar! I would still love to see Pegida close up- not least as a journalist who has studied the rise of the far-right  and particularly as that phenomenon  seems to be raising its ugly head across many continents…

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Meic Birtwistle in front of Leipzig University

So I must return ..not least to finish that museum crawl, call in on old- new friends and see more of the Sorbs! Particular thanks to Liza, Patrick ,Sabine and Eduard (Dr. hab. hab. Sabine Asmus and prof. dr. Edward Wornar, Institut für Sorabistik der Universität Leipzig) and all Leipzig students.

Diolch yn dalpie!

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Meic Birtwistle with some students
Meic Birtwistle (c) ERIU Leipzig 2016